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Gemeideratswahlen in Unterägeri

WahlkampfteamDas Wahlkampfteam gratuliert Fridolin Bossard zur Wahl zum neuen Gemeinderat und wünschen ihm alles Gute bei seinem Start in die Politik. Einen besonderen Dank an alle Wählerinnen und Wähler, die Linette Iten unterstützt haben.

Der Wahlkampf mit Linette Iten war eine spannende Erfahrung und es ist uns gelungen, für eine parteilose Frau zu mobilisieren. Es hat mich allerdings erstaunt, dass weder langjährige politische Erfahrung, noch der Nachweis für Managementfähigkeiten für die Wahl ausschlaggebend war.

Für unser Wahlkampfteam war es ein gelungener Start für die Gemeinderatswahlen in 2018 und wir werden weiter für eine Frau im Gemeinderat kämpfen. Ich gratuliere Linette Iten zu ihrem Mut sich der Wahl zustellen und wünsche Ihr für die Zukunft alles Gute

Heidy Merz Iten
Mülireinweg 14
6314 Unterägeri

Leserbrief – Neue Zuger Zeitung

Gemeinderatswahl

Vielen Dank

 

Ich möchte mich für das Vertrauen der Wähler und Wählerinnen herzlich bedanken. Der Wahlkampf war eine grossartige Erfahrung und mit einem beherzten Wahlkampf von 2 Monaten ist es uns gelungen einen Achtungserfolg zu erzielen.

Mein Wille zum Abbau von „verkrusteten“ Strukturen in Unterägeri ist ungebrochen. Auch wenn die Notwendigkeit der Veränderungen noch nicht erkannt wird, müssen wir an einer Neuausrichtung arbeiten. Auf dieses Ergebnis wird unser engagiertes Team weiter arbeiten und wir bleiben unserem Motto „Gesunde Politik für die Zukunft“ treu.

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Meine Kandidatur bei der Gemeinderatswahl in Unterägeri

In Unterägeri kommt es nach 6 Jahren zu einer „echten“ Gemeinderatswahl, zu der ich meine Kandidatur bekannt gebe. Es ist Zeit für einen Generationswechsel, da wir die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen meistern müssen. Als parteilose Kandidatin kann ich über die Parteigrenzen Lösungen für Unterägeri erarbeiten.

Meine Schwerpunkte sind:

  • Erarbeiten einer langfristigen Strategie für die Gemeindefinanzen
  • Für die Verkehrsproblematik müssen finanzierbare Lösungen erarbeitet werden
  • Verbesserte Rahmenbedingungen für KMU’s
  • Jugend und Sport fördern
  • Zusammenleben zwischen Jung und Alt fördern
  • Die Tradition in Unterägeri bewahren und gleichzeitig für die Zukunft fit machen

Unsere Arbeitswelt ist im Umbruch

Arbeitswelt_im_UmbruchUnser Verständnis von einem Arbeitsplatz ist seit Jahren im Umbruch. Die derzeitigen üblichen Beschäftigungsmodelle werden unseren Anforderungen nicht mehr gerecht, da sich die Lebenseinstellung der Menschen in den letzten Jahren verändert hat. Die Mitarbeiter haben das Bedürfnis Arbeit, Familie und Freizeit unter einen „Hut“ zu bringen, wobei dies stark mir der Lebensphase zusammenhängt. Die treibende Kraft für diese Veränderung sind die steigende Anzahl der „Wissensarbeiter“ in der Wirtschaft, die verspüren ein grosses Bedürfnis nach flexibleren Arbeitszeiten und –orten.  Büros sind nur mehr temporäre Ankerpunkte für die Kommunikation am Arbeitsplatz. So hat das Internet neue Arbeitsweisen und Arbeitsräume ermöglicht. Mitarbeiter haben einen hohen Grad der Vernetzung erreicht, der vor Jahren noch undenkbar war.

Wie jede Erneuerung wirft auch der Wandel der Arbeitswelt Fragen auf, die es zu lösen gilt:

  • Welche Art von Arbeitsmodell müssen Unternehmen integrieren, um Wissensarbeiter, deren Bedeutung in naher Zukunft steigt, effektiv zu steuern und gleichzeitig an das Unternehmen zu binden?
  • Wie können Arbeitskräfte, die zunehmend über den Globus verteilt sind, persönliche Beziehungen zueinander aufbauen und pflegen?
  • Inwiefern werden neue Technologien und die veränderten Bedürfnisse der Menschen einen Einfluss darauf haben, wo Arbeit in Zukunft stattfindet?
  • Wie müssen Büros gestaltet sein, um die maximale Produktivität eines Menschen zu fördern?
  • Wie finden Unternehmen künftig die passenden Mitarbeiter?
  • Wie können Unternehmen die Zusammenarbeit von Arbeitskräften aus drei verschiedenen Generationen optimal gestalten und organisieren?

Ist Politikverdrossenheit eine Frage der persönlichen Einstellung?

 

PolitkverdrossenheitUnser politisches Verhalten hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Wahlbeteiligung nimmt seit Jahren stetig ab. Die Bereitschaft der 30 – 40-jährigen in der Politik eine aktive Rolle einzunehmen, ist ebenfalls stark abnehmend. Alle Versuche der politischen Parteien diesen Trend zu stoppen, scheinen diesen Effekt nicht zu beenden.

Wir haben bei den bekannten Parteien eine ähnliche Situation. Es wird immer schwieriger neue Mitglieder zu finden und unser Vorstand ist „amtsmüde“ geworden. Die Anzahl von weiblichen Amtsträgern ist seit Jahren auf einem Niveau zwischen 25 und 30 %.

Bei Jugendlichen ist die Politikverdrossenheit besonders stark ausgeprägt. Die Ursachen für dieses Verhalten sind vielschichtig und beginnen bei nicht gehaltenen Wahlversprechen, bis zur Intransparenz von politischen Parteien. Viele Beobachter sehen den Hauptgrund aber direkt bei der Politik und den Politikern. Das politische Interesse entwickelt sich im Alter von 15 bis 25 Jahren, wobei diese Altersgruppe die zunehmende Komplexität politischer Entscheidungen, mit einem wachsenden Desinteresse an Politik beantwortet. In unseren Medien hat sich eine Konflikt- und Skandal-Berichterstattung entwickelt, die nicht zur Glaubwürdigkeit unserer Amtsträger beiträgt.

Warum Frauen in die Politik gehen sollten?


Frauen in der PolitikIn meinem Vortrag vom 10. März 2015 bei den FDP Donatoren Kanton Zug bin ich der Frage nachgegangen, ob Frauen in der Politik benachteiligt sind und warum die Quote bei Politikerinnen von Frauen bei ca. 30 % liegt. Liegen die Ursachen im politischen System und in der Funktionsweise der politischen Parteien?

 

Der Einstieg in die Politik ist mit verschiedenen Hürden verbunden und die politischen Parteien müssen die grundsätzlichen Fragen beantworten:

  • Wenn muss ich ansprechen?
  • Wieviel Arbeit ist eine aktive politische Tätigkeit?
  • Wie muss ich mich für ein politisches Amt vorbereiten?
  • Kann ich ohne eine politische Partei aktiv werden?
  • Wer unterstützt mich beim Einstieg?

In kantonalen Parlamenten ist die Fluktuation sehr hoch. Eine diesjährige Studie der Universität Bern zeigte eine Rate von 50% in der untersuchten Periode von 1990 bis 2012. Am höchsten war die Fluktuationsrate im Kanton Genf (69%), mit 29% am tiefsten in Appenzell Innerrhoden.

Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn gibt es keine systembedingten Nachteile für Frauen. Eine staatliche Quotenregelung ist technisch nicht machbar und macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Eine Quotenregelung ist kontraproduktiv.

Wir brauchen Frauen aus allen Schichten und aus verschiedenen Berufskategorien in der Politik. Nur durch eine Vielfalt werden gute Resultate erzielt. Frauen haben ein Interesse am politischen Geschehen aktiv mitzuarbeiten. Als Frau braucht man ein sehr grosses Netzwerk, um sich in der Politik etablieren zu können. An dieser Stelle muss ich festhalten, dass Männer viel besser vernetzt sind als Frauen.

 

Energiewende: Quo vadis?

Energiewende_SBei der Energiewende stehen wir am Anfang eines steinigen Weges.  Die Euphorie ist der Ernüchterung gewichen und es ziehen nicht alle am gleichen Strang.

Der Atomausstieg ist eine  beschlossene Sache, aber das Thema ist von der politischen Tagesordnung verschwunden. Sind die Probleme schon gelöst oder haben unsere Politiker die Lust an der Gestaltung unserer zukünftigen Energieversorgung verloren?  Der grosse „Wurf“ der eidgenössischen Energiepolitiker ist ausgeblieben.  Die Schreckgespenster von Windkraftwerken auf dem Uetliberg oder dem Zugerberg sind wieder verschwunden.  Nur die Frage, wie wir unseren Energiebedarf ohne Kernkraftwerke decken wollen, ist unbeantwortet.

Der eingeschlagene Weg  der Energiewende ist eine technische Herausforderung für die Energie-wirtschaft. Über die Finanzierung von neuen Stromnetzen und die benötigten alternativen Energiequellen hat man sich noch nicht den Kopf zerbrochen. Können wir uns diese Energiepolitik leisten und wer muss den Löwenanteil bezahlen? Werden die Grünen ihre „Blockaden-Politik“ beenden und zukünftig die alternativen Energieprojekte konstruktiv begleiten?

Schlussendlich bleiben die Kosten für die Energiewende am Konsumenten hängen. Einerseits durch die höheren Produktionskosten oder durch höhere Abgaben und Steuern. Wie können die Mehrkosten sozialverträglich verteilt werden?

Eine sichere Schweiz braucht die Armee


Schweizer ArmeeDie Armee steht seit Jahren in der Kritik und wird aktuell im Nationalrat heftig diskutiert. Die Entscheidungen über den Bestand  und neue Kampfjets hat weitreichende Folgen.

In einer emotionalen Debatte hat der Nationalrat die Rahmenbedingungen der Armee beschlossen. Das Armeebudget wird um eine Milliarde auf insgesamt 5 Milliarden erhöht und es gibt eine Verkleinerung des Sollbestandes  von 180’000 auf 100’000 Soldaten. Den Ersatz der Tiger-Flotte soll aus dem laufenden Budget finanziert werden.

Es gibt einen verfassungsmässigen Auftrag unsere Neutralität zu schützen und die Armee leistet dabei einen zentralen  Beitrag. Unsere Milizarmee ist die einzige strategische Reserve der Schweiz! Da die Politik die Aufgaben der Armee nicht neu definiert hat, bleibt ungeklärt, ob die Armee mit der neuen, verminderten Truppenstärke und dem bewilligten Budget ihre Aufgaben auch erfüllen kann. Linke Politiker sprechen von einem veränderten Bedrohungsbild, welches keine Armee mehr benötigt. Mit dem sogenannten „veränderten Bedrohungsbild“ ist die soziale Ruhe der letzten Jahrzehnte gemeint. Unruhen wie in Frankreich oder England werden von den Linken kategorisch ausgeschlossen oder schlicht ignoriert. Niemand weiss, was morgen passiert. Im Ernstfall halten unsere Polizeikorps ca. 72 Stunden durch und danach brauchen wir die strategische Reserve.

Zu aktuellen Bedrohungen gehören beispielsweise: „Nicht staatliche Akteure“ mit terroristischen Aktionen oder Anschlägen,  eine drastische Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in Europa, eine Atomkatastrophe oder eine Knappheit von Wasser und/oder Energie.

Unsere Armee ist wie eine Krankenversicherung. Wir hoffen, dass die Bedrohungen nie eintreffen und die „Versicherung“ nicht in Anspruch genommen werden muss. Mit der Höhe des Budgets für die Armee definieren wir den Selbstbehalt im Fall einer Krise.

Bei einem Katastropheneinsatz fragen unsere Soldaten nicht nach, ob die Geretteten Befürworter oder Gegner der Armee sind.  Für sie ist selbstverständlich, sich für die Schweiz und die Bevölkerung einzusetzen.

 

Veröffentlicht: Zuger Woche / Linette Iten

Wozu brauchen wir eine Frauenquote?

FrauenquoteVor 40 Jahren wurde das Frauenstimmrecht eingeführt und heute ist es selbstverständlich. Nach einer Generation wird die Politik noch immer von Männern dominiert. In den Führungsetagen von Unternehmen sind Frauen in der absoluten Minderheit. Liegt dies an den Männern oder sind wir Frauen selbst schuld?

Frauen sind berufstätig, müssen den Haushalt organisieren und haben die Hauptverantwortung für die Kindererziehung. Warum sollen sich Frauen mit Politik beschäftigen? Dieses Thema stellt im täglichen Leben keine Gefahr dar und kann daher von Männern behandelt werden. Dieser Standpunkt ist nachvollziehbar, aber damit übergeben wir das Steuer an die Männer. Im Gegenzug bieten uns die Männer eine Frauenquote an.

Wir brauchen keine staatliche Verordnung für Frauenthemen. Frauen müssen besser mobilisieren und mehr Solidarität beweisen.

Atomenergie: Wie funktioniert der Ausstieg?

AtomausstiegDer Atomausstieg ist eine beschlossene Sache und man möchte meinen, dass wir es mit dem Ausstieg gemütlich nehmen. Wir nutzen die restliche Laufzeit der AKW’s und in einigen Jahren betreiben wir keine Atomkraftwerke mehr.

Wer diese erneuerbaren Energiequellen bereitstellt ist noch nicht klar. Bei der Umstellung auf erneuerbare Energien werden wir feststellen, dass unser Stromnetz für die vielen Kleinkraftwerke (Solar, Wind, Wasserkraft) umgebaut werden muss. Damit es nicht zu  Stromengpässen kommt, werden wir den Verbrauch in unseren Haushalten durch eine Zentrale steuern. Dies wiederum hat zur Folge, dass in jedem Haushalt investiert werden muss. Es gibt derzeit nur Konzepte für ein solches Energiemanagement und Experten diskutieren über die verschiedenen Lösungsansätze.

Ich habe keine Vorstellung, was der Atomausstieg und der Aufbau von erneuerbaren Energiequellen kostet und wie diese Projekte finanziert werden. Werden die Kosten vom Steuerzahler oder vom Verbraucher bezahlt?

Es sind alle Parteien gefordert, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Finanzierung für dem Umbau der Energieversorgung sicher zustellen.